Presseartikel |
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TELE-satellite International vom 02.01.00 |
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Guarding BoxDie Vorteile offener Grenzen für die Wirtschaft sind unumstritten. Zuvor grenzten sich die reichen von den armen Ländern fein säuberlich ab, und die Einreise in den Reichtum war mit erheblichen bürokratischen Hürden verbunden und manchmal sogar unmöglich. Die Durchlässigkeit der Grenzen förderte den privaten Tourismus, allerdings aber auch kriminelle, internationale Operationen.Eine erhebliche Zunahme von Straftaten in den Bereichen organisierter Diebstahl, Entführung, Raub und Einbruch ist in den letzten Jahren zu verzeichnen. So verschwinden hochwertige Personenwagen innerhalb von Minuten, Lastwagen mit wertvoller Ladung werden gestohlen oder mitsamt dem Fahrer entführt, Piraten entern Schiffe und befreien sie von ihrem Transportgut. Bei den Einbrüchen werden ganze Warenlager ausgeräumt oder Ferienvillen entleert. Erheblich zugenommen haben aber auch die Unterschlagungen von Mietwagen, Flugzeugen und Charterbooten. Zahlreiche Hersteller aus dem Elektronik-Bereich boten den verunsicherten Firmen oder vermögenden Personen verschiedene Schutzmöglichkeiten an. Ferraris werden inzwischen mit einem satellitengestützten Tracking-System ausgeliefert, und LKW-Flotten werden aus der Firmenzentrale überwacht. Das ist gut für das Flotten-Management und auch sinnvoll bei Diebstahl eines Fahrzeuges, der Nachteil dieser Tracking-systeme ist aber die überwiegende Abhängigkeit von GSM und somit eine lokale Begrenzung. Die ProTection Guarding BoxAnfang 1998 wurde in Hamburg die ProTection Satelliten-Sicherheits-Systeme AG gegründet. Ziel des Unternehmens war es, ein Sicherheitssystem zu entwickeln, das via Satellit mobile und feste Objekte jederzeit kontrollieren kann. Dazu gehört die exakte Standort-Feststellung weltweit zu jeder Tages- und Nachtzeit, aber auch die Möglichkeit, Kontrolldaten vom schützenden Objekt empfangen zu können und Steuersignale für Schutz- und Gegenmaßnahmen zum Objekt zu senden.Ein zentrales Rechen- und Kontrollzentrum hält die Kommunikation mit den zu schützenden Objekten aufrecht. Ein wertvoller Nebeneffekt eines Tracking-Systems ist das Routenmanagement (Geschwindigkeiten, Standorte/Zeiten und Wegstrecken) und die Kontrolle hochwertiger Objekte in geographisch entlegenen Gebieten. Hier können Temperaturen, Ausfälle, Druckzustände oder Versorgungsleitungen (Pipelines) aktiv kontrolliert werden. Dies bedeutet, daß nicht nur ein Fehlwert entdeckt, sondern durch die zweiseitige Kommunikation auch korrigierend eingegriffen werden kann. Ein typisches Beispiel könnte der Diebstahl von sehr teuren Baumaschinen sein. Die sehr kleine - und kaum entdeckbare - Guarding-Box wird via Satellit aktiviert und gibt sofort den Standort auf einer Kartengrafik an - und zwar in Echtzeit. Somit ist der Zugriff auf das Objekt durch Sicherheitsorgane sofort möglich. Zusätzlich kann das gestohlene Objekt, wenn es sich um ein Fahrzeug handelt, auch an der Weiterfahrt gehindert werden. Die Daten aller kontrollierten Objekte laufen in der ProTection-Zentrale ein, und die Auftraggeber werden - je nach Vereinbarungen - sofort informiert. Großkunden können sich via Intenet auch direkt in die Zentrale einklinken, und der hauseigene Sicherheitsdienst oder ein Flottenmanager bekommt so eine direkte Kontrolle. ProTection gibt seinen Kunden sechs Sichheitsgarantien: 1. Der Satellit und das ProTection Rechenzentrum sind täglich rund um die Uhr in Betrieb, jeder Alarm wird registriert, ausgewertet und weitergeleitet. 3. Die übermittelten Daten der Guarding-Box oder des Rechenzentrums können nicht von Dritten entschlüsselt werden. Die persönliche ID-Nummer ist zugeordnet. 4. Fehlalarme werden vom ProTection Rechenzentrum selbst erkannt. Damit ist höchste Systemsicherheit erreicht. 5. Ein unbemerktes Abschalten oder Zerstörung der Guarding-Box ist nicht möglich. ProTection registriert das sofort und meldet die letzte Position. 6. Alle mobilen oder stationären durch die Guarding-Box überwachten Objekte können weltweit zu jeder Zeit erreicht werden. |
Das sind recht umfangreiche Garantien, und die sagen schon aus, daß hier die Kombination Satellite/GSM untauglich ist. ProTection nutzt für den Service die wesentlich zuverlässigere Kombination Inmarsat D+ und GPS. InmarsatDas neue D+ System von Inmarsat ist eine Verbesserung des D-Systems. Hier werden die neuen Spotbeams der lnmarsat-Phase-3-Satelliten genutzt. Sie erlauben es, mit sehr kleinen Low-Power Terminals zu kommunizieren. Ursprünglich war das D-System als Global Pager und Data-Broadcast System gedacht. D+ erlaubt größere Flexibilität mit Uplink-Paketen von 128 bits.Die erste Bodenstation für D+ entstand in den Niederlanden. Die "Station 12" wurde für diesen Service umgerüstet. Die ProTection-Sicherheitszentrale ist mit Station 12 verbunden und hat somit Zugriff auf das weltweite Inmarsat-System. Station 12 in den Niederlanden erreicht die Inmarsats AOR-East/West und IOR. Die japanische Inmarsat-Station erreicht die IOR- und POR-Satelliten. Das zweite genutzte Satelliten System ist GPS. Es dient lediglich der Positionsbestimmung. Ein Inmarsat D- Transceiver und ein GPS-Receiver müssen im schützenden Objekt vorhanden sein. Das hört sich alles recht aufwendig an, ist es aber nicht. Die Guarding Box- basierend auf dem DMR-200 Inmarsat D+ Transceiver - hat gerade mal die Ausmaße 121x121x40 mm und wiegt ganze 425g. In dieser kleinen Box befindet sich eine omnidirektionale Antenne, der Inmarsat D+Transceiver (Empfang: 1525-1559 MHz, Senden: 1626,5-1660,5 MHz) und der GPS-Receiver (1575,42 MHz, acht Kanäle). Und damit die Box universell einsetzbar ist, akzeptiert sie alle Spannungen zwischen 9 V und 30 V Gleichspannung. Um auch eine Betriebsfähigkeit unter extremen Temperaturen zu gewährleisten, wurde der Guarding-Box ein "active thermal management" spendiert. Es erlaubt den sicheren Betrieb bei Temperaturen zwischen -40°C und +70°C. Die Guarding-Box wird über die serielle Schnittstelle mit bis zu 64 verschiedenen Sensoren verbunden, die alle verlangten Daten und Zustände erfassen, und die Guarding-Box sendet diese dann an das Rechenzentrum. Diese serielle Schnittstelle macht die kleine Box aber auch zum Personal Messaging System, denn sie könnte auch Broadcast-Informationen senden oder empfangen, wie z.B. Nachrichten, Finanzberichte oder Wetterdaten. Die KostenNatürlich ist die Nutzung von Satelliten-Kapazität nicht gerade billig, doch immer noch günstiger, als Zeit und Geld verschlingende Schadensregulierungen.Die "Scripting-Language" der Box erlaubt die lokale Verarbeitung der Daten innerhalb des Gerätes: erst wenn abweichende Normen oder Parameter festgestellt werden, sendet die Box diese Daten via Inmarsat. Zusätzlich werden verschiedene Daten-Typen innerhalb einer Nachricht gesendet. Dies spart wertvolle "Airtime". Zu der von ProTection in Rechnung gestellten Übertragungszeit kommen eine feste Grundgebühr und die Gebühren für die Nachrichtenübermittlung zum Anwender hinzu. Eingespart werden die Kosten für einen Wachdienst und hohe Folgekosten im Schadensfall, wie Wiederbeschaffung und Ausfallzeiten. Ein hoher Kapitaleinsatz ist nicht nötig, da ProTection die Hardware auch zur Miete und im Leasing anbietet. FazitVon allen der TSI-Redaktion bekannten Sicherheitssystemen ist Guarding-Box und der damit verbundenen Serviceleistung durch ProTection das sicherste System. Die kleine Box läßt sich überall einbauen und kann auch über eine separate - somit sichere - Betriebsspannung betrieben werden.Bei mobilen Objekten geht im Diebstahl oder Entführungsfall die Standortfeststellung und aktive Kontrolle (z.B. Deaktivierung des Zündsystems) über die Landesgrenzen hinaus. Unbemannte Stationen in geografisch abgelegenen Gebieten (Relais-, Monitor- oder Wetterstationen) sind so überwachbar, und Eingriffe in den Betrieb sind jederzeit möglich. Ein Problem bleibt die Entführung von Personen. ProTection arbeitet bereits an einem nahezu unentdeckbaren System für den Personenschutz.
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